Die Umsetzung
Im November 2007 reiste die Vereinsvorsitzende erneut nach Guatemala, um dort in Panajachel am Lago Atitlán den Aufbau der Tagesstätte persönlich zu übernehmen. Nachdem geeignete
Örtlichkeiten und Personal gefunden waren, eröffnete die Guardería Cenicienta am 15. Januar 2008 ihre Pforten. In dem angemieteten Haus mit Garten werden seitdem 20
Kinder zwischen 0 und 5 Jahren von
einer Lehrerin und
zwei Tagesmüttern betreut und unterrichtet. Ein durchorganisierter Zeitplan regelt den Projekt-Alltag. Der abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährungsplan ist Teil der Gesundheitsvorsorge, die durch regelmäßige ärztliche Kontrolle
abgerundet wird. Unser Verein kommt für alle anfallenden Kosten auf:
- die Miete des Hauses inkl. Nebenkosten
- die Gehälter der Angestellten
- Ausgaben für Ernährung, Hygiene- und Pflegeartikel, Arbeits- und Bastelmaterial
Die Mütter zahlen, sofern es ihnen finanziell möglich ist, einen Obolus in Höhe von 10 Quetzales (umgerechnet ca. 1 Euro) pro Monat und Kind. Wir sehen die Tagesstätte
als Plattform für die Kommunikation unter den Müttern, um sich gegenseitig
zu helfen und gemeinsam Probleme zu bewältigen. Wir geben Hilfestellung bei Behördengängen und haben immer ein offenes Ohr. Werdende und stillende Mütter erhalten in regelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen zu
relevanten Themen wie Verhütung, Ernährung, Hygiene und Kinderkrankheiten. Die Einrichtung ist Teil des Programmes PAIN (Programa de Atención Integral a Niños) und vom Erziehungsministerium Guatemalas (Ministerio
de Educación Mineduc) autorisiert. Wir geben Frauen die Chance, ihre Kinder
von Montag bis Freitag jeweils in der Zeit von 7 bis 17 Uhr zu uns zu bringen, um Berufen
nachzugehen. Damit sind sie in der
Lage, selbst für den Lebensunterhalt ihrer Familie zu sorgen und
nicht dem Zwang unterlegen, sich umgehend einen neuen Partner und
damit Ernährer suchen zu müssen. Nachdem die Aufbau- und Einarbeitungsphase im Juli 2008 soweit abgeschlossen war, dass die Lehrerin und die Tagesmütter
das Projekt in Zukunft selbstständig weiterführen können, kehrte die Vereinsvorsitzende zurück in die Heimat.
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